Expedition im Monatsabo Das Verlagshaus Gruner + Jahr steht für anspruchsvolle und reichweitenstarke Publikationen

Das Verlagshaus Gruner + Jahr steht für anspruchsvolle und reichweitenstarke Publikationen, die seit Jahrzehnten eine große Leserschaft unterhalten und informieren. Das Magazin GEO gilt als Flaggschiff der Reportage in Deutschland. Der Grüne Punkt hat sich angeschaut, wie ein solches Heft entsteht.

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GEO­Expeditionsleiter Lars Abromeit bleibt unterwegs mitunter nur die Liane als Wasser­quelle. Das perfekte Druckergebnis hilft dem Leser, die Abenteuer nachzuerleben.

Es ist jeden Monat das Gleiche: Die neue GEO in die Hand zu nehmen und ein erstes Mal kurz durchzublättern, erzeugt ein kribbelndes Gefühl der Vorfreude auf die fremden Welten, von denen sie erzählt. Und dann schlägt man das Magazin immer wieder auf – die vier Wochen bis zum Erscheinen der nächsten Ausgabe reichen kaum aus, alle Geschichten zu lesen. Daher sammeln viele Leser die GEO-Hefte, um immer wieder darin zu blättern und in die spannenden Reportagen einzutauchen.


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GEO wurde 1976 gegründet und hat seitdem Zeitschriftengeschichte geschrieben. Aus dem Magazin GEO ist mittlerweile ein ganzer GEO-Kosmos mit 19 Magazinreihen wie „Wissen“, „Kinder“,  „Geschichte“ und „Reisen“ entstanden. GEO gehört zum Verlag Gruner + Jahr in Hamburg, der weitere Top-Magazine wie „stern“ und „Brigitte“ herausgibt. Beim Recycling seiner Verkaufsverpackungen vertraut der Verlag seit vielen Jahren auf den Grünen Punkt.

 

 

 


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GEO wird in diesem Jahr 40 – und ist genauso auf der Höhe der Zeit wie die verwendete Drucktechnik. Der Inhalt von GEO wird im Tiefdruckverfahren herge­stellt, der Umschlag im Bogenoffset.

„GEO erzählt Geschichten, die Herz und Hirn verändern.“ Ausnahmsweise mal ein Werbespruch, der stimmt. Das Magazin ist nicht nur in Deutschland das Aushängeschild der Reportage, sondern genießt auch international Renommee: Es erscheint in vielen europäischen Ländern in der jeweiligen Landessprache, in Russland, der Türkei und sogar, wenn auch nur als elektronische Ausgabe, in China. Auch in Zeiten, in denen sich immer mehr Leser über das Netz informieren, behauptet sich GEO im umkämpften Magazinmarkt.

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„Wissen ist heute leicht zugänglich und überall verfügbar“, sagt Chefredakteur Christoph Kucklick. „Aber nur jenes Wissen ist bedeutsam, das etwas mit uns Menschen macht, das uns weiterbringt. Dafür muss man länger suchen und tiefer recherchieren, so wie es die Spezialität von GEO ist.“ Dazu gehört, dieses Wissen opulent zu bebildern und unterhaltsam aufzuschreiben. Jeden Monat nährt GEO eines der stärksten positiven Gefühle, die wir Menschen kennen: die Neugier. Sie wird erfüllt, wenn man etwas erfährt, das neue Horizonte eröffnet, das einen die Welt mit anderen Augen sehen lässt.

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Die Themen findet die Redaktion über ein riesiges internationales Netzwerk an Reportern, Fotografen und Forschern, das über Jahrzehnte gewachsen ist. Gerade für Fotografen gilt es als Gipfel des Erfolgs, für GEO arbeiten zu dürfen. Manche Themen brauchen Zeit, um zu wachsen. GEO-Expeditionsleiter Lars Abromeit (das gibt’s nur bei GEO: einen eigenen Expeditionsleiter) bleibt über Jahre mit Forschern im Kontakt, um dann dabei zu sein, wenn es losgeht. So berichtete er beispielsweise hautnah über Höhenmedizinforschung auf einem 7.000er im Himalaya.

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Andere Geschichten müssen dagegen schnell gehen – dann dauert es nur zwei Monate von der Idee bis zum Abdruck im Heft. Und das bei Reportagen, für die Redakteure aufwändig recherchieren und reisen, für die Fotografen gebucht und Expeditionen organisiert werden müssen. Wichtig ist, jedem Thema den GEO-Dreh zu geben, die Story zu schreiben, die über den Augenblick hinausreicht.

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Publizistische und handwerkliche Qualität gehen Hand in Hand – denn wenn das Druckergebnis nicht stimmt, kann die Fotografie ihre Wirkung nicht entfalten. Die Herstellungsleitung wacht darüber, dass das Räderwerk aus Grafik, Layout, Lektorat, Lithographie und Druck reibungslos ineinandergreift, damit Monat für Monat ein neues – im wahrsten Sinn des Wortes – Hochglanzheft beim Leser eintrifft. Und bei ihm wieder dieses charakteristische Kribbeln erzeugt, diese Neugier auf fremde Welten.

Fotos: Christian Ziegler; Achim K. Roesch