Spende Dein Pfand: in Berlin gelandet

„Spende Dein Pfand“ findet immer weitere Verbreitung: Im Juli 2017 hat sich mit Berlin-Tegel schon der siebte deutsche Flughafen dem Projekt angeschlossen. Reisende, die vom Flughafen Berlin-Tegel aus starten, können nun ebenfalls ihr Pfand an der Sicherheitskontrolle spenden. Mit mehr als 20 Millionen Passagieren jährlich ist Berlin-Tegel der bisher größte teilnehmende Flughafen.

Die Pfandbeauftragten in Berlin-Tegel starten voll durch: Susanne Pieske (Bild l., 2. v. l.) und Michael Evert (2. v. r.) beim Startschuss des Projekts.
Die Pfandbeauftragten in Berlin-Tegel starten voll durch: Susanne Pieske (2. v. l.) und Michael Evert (2. v. r.) beim Startschuss des Projekts.

Ich freue mich sehr darüber, dass nun auch die Bundeshauptstadt mit ihrem wichtigsten Flughafen dieses tolle Projekt übernimmt“, sagt Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „,Spende Dein Pfand‘ ist ein im besten Sinne nachhaltiges Projekt: Statt im Müll zu landen, werden die gesammelten Flaschen und Dosen recycelt. Das Projekt schafft Arbeitsplätze und eröffnet Chancen für langzeitarbeitslose Menschen. Ich freue mich, dass die erheblichen Pfandsummen künftig der Berliner Tafel zugutekommen werden“, ergänzt Wiener.

Die Goldnetz gGmbH beschäftigt die derzeit elf Pfandbeauftragten – bezahlt werden sie vom Berliner Jobcenter. Allein in Tegel sollen nach der Startphase insgesamt 20 neue Arbeitsplätze entstehen. Flughafen, Grüner Punkt, Goldnetz und die Berliner Tafel wollen das Projekt perspektivisch außerdem auf den Flughafen Schönefeld übertragen. Der Grüne Punkt begleitet die Initiative „Spende Dein Pfand“ schon seit Herbst 2013. Das Projekt, das gemeinsam mit deutschen Flughäfen und gemeinnützigen Organisationen umgesetzt wird, hat in den vergangenen Jahren immer mehr Flughäfen überzeugt. Das erklärte Ziel der Initiative: das Pfand für gemeinnützige Projekte nutzen und Einweggetränkever­packungen recyceln, die sonst im Müll landen würden.

Flaschenstern_WEBUnd das funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Viele kennen das Problem: Mit Getränkeflaschen und -dosen im Hand­gepäck kommt man kurz vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen nicht weiter. Diese landen deshalb häufig im Müll und gehen so dem Recyclingkreislauf verloren. Doch mittlerweile finden sich an vielen großen deutschen Flughäfen Sammelgefäße von „Spende Dein Pfand“. Wer heute seine Flasche kurz vor dem Sicherheitscheck entsorgen will, spendet sie einfach in einen dafür vorgesehenen Behälter und unterstützt somit das Projekt.

Die Pfandbeauftragten – ehemalige Langzeitarbeitslose, die über das Projekt wieder einen Einstieg in den Arbeitsmarkt finden – entleeren die Behälter, sortieren die Flaschen nach Ein- und Mehrweg und verpacken sie in spezielle Säcke. Der Grüne Punkt übernimmt die Abholung der sortierten Flaschen und Dosen, zieht das Pfandgeld ein und sorgt für das Recycling. Insgesamt 24 Arbeitsplätze hat die Initiative auf diese Weise schon geschaffen. Weitere Flughäfen planen die Einführung des Projekts.