Die grüne Seite der Macht

h_20115895Ralph Caspers

Seit 1995 ist der Moderator (45) für das Fernsehen tätig und ist unter anderem das Gesicht von „Die Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“. Er setzt sich seit  Jahren für Umweltthemen ein und ist  deutscher Botschafter der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Außerdem engagiert sich Caspers als Botschafter für das Wahl-projekt „U18“, bei dem Kinder und Jugendliche vor Landtags- und Bundestagswahlen ihre Stimme abgeben können und so an die Themen Politik und Demokratie herangeführt werden sollen.

Er ist nicht nur der bekannte Schlaumeier aus dem Fernsehen, er macht sich auch für die gute Sache stark: Neben seinem Engagement für Natur und Umwelt setzt er sich auch für soziale Projekte ein. punkt sprach mit dem Moderator und Autor über das Thema Nachhaltigkeit und Wege, wie jeder einzelne etwas zum Erhalt einer intakten Umwelt beitragen kann.


Was bedeutet für Sie persönlich der Begriff „Nachhaltigkeit“?
Für mich bedeutet der Begriff „Nachhaltigkeit“ Gleichgewicht. Das heißt, dass man sich nur so viel nimmt, wie man auch wieder zurückgibt, und zum Beispiel nur so viel isst oder benutzt, dass die Natur den Verbrauch ohne Probleme ausgleichen kann.

Sie engagieren sich für den Umwelt- und Naturschutz, aber auch für soziale Projekte. Wie ist es dazu gekommen?
Das ist einfach: Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun und sich nicht zu engagieren. Vieles spricht für den Einsatz für unsere Umwelt.

Seit 2011 sind Sie deutscher Botschafter der UN-Dekade Bio­logische Vielfalt. Warum ist Ihnen dieses Thema besonders wichtig?
Vielfalt ist gut, Einfalt ist schlecht. Wenn man beispielsweise immer nur ein einziges Fernsehprogramm sehen würde, wäre das sterbenslangweilig. In der Natur sorgt die Vielfalt dafür, dass das Leben weitergeht.

Ihre Sendungen richten sich überwiegend an Kinder. Warum ist es Ihrer Meinung nach besonders wichtig, dass bereits die Kleinen für Themen wie Recycling, Entsorgung und Nachhaltigkeit sensibilisiert werden?
In der Regel sind unsere Kinder noch Jahre, nachdem wir die Erde bereits verlassen haben, am Leben und müssen mit unserem Müll zurechtkommen. Deshalb ist es wichtig, dass sich schon die jüngeren Menschen mit diesen Themen auskennen, um den älteren immer wieder auf die Nerven gehen zu können und zu sagen: Es gibt schönere Erinnerungsstücke als deinen Müll, ändere etwas.

Wie versuchen Sie privat zum Umweltschutz beizutragen?
Ich unterstütze „Tante Olga“. Das ist ein Unverpackt-Laden in unserer Nachbarschaft. Für alles, was man dort kauft, muss man seine eigenen Behälter mitbringen. So wird beispielsweise der Verbrauch von Plastiktüten massiv eingeschränkt.

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