Auf der Grünen Welle

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Olympiasiegerin Britta Steffen ist nicht nur eine der schnellsten Schwimmerinnen der Welt, auch außerhalb des Beckens gibt sie alles: Neben ihrem Engagement für Natur und Umwelt setzt sie sich auch für soziale Projekte ein. punkt sprach mit der Sportlerin über nachhaltigen Lebensstil und Strategien, wie man schon die Kleinsten für eine soziale Lebensweise begeistern kann.

Was verbinden Sie mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“?

Nachhaltigkeit ist für mich im engeren Sinne Langfristigkeit. Im weiteren Sinne bedeutet es für mich Ganzheitlichkeit, das heißt vor allem ökonomische, ökologische und soziale Ziele miteinander in Einklang zu bringen.

Sie engagieren sich sehr für Umwelt- und Naturschutz, aber auch für soziale Projekte. Wie ist es dazu gekommen?

Die Themen haben mich schon immer interessiert. Durch die Erfolge im Sport und das damit verbundene Interesse an meiner Person hatte ich die Möglichkeit, diese Inhalte auch öffentlich in den Fokus zu rücken. Mein Bachelorstudium zur Wirtschaftsingenieurin für Umwelt und Nachhaltigkeit hat mein Interesse weiter verstärkt.


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Britta Steffen

Die ehemalige Weltklasse- schwimmerin Britta Steffen (33)  ist Doppel-Olympiasiegerin von  Peking 2008 sowie mehrfache Welt- und Europameisterin. Seit Jahren setzt sich Steffen für Umweltthemen wie den Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Darüber hinaus  engagiert sie sich als Botschafterin für die GreenTec Awards, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung sowie für die Special  Olympics Deutschland.


Sie sagen, dass man Verantwortung für seine Umwelt übernehmen soll. Was meinen Sie damit?

Jeder sollte sich Gedanken darum machen, wie er leben will, dabei aber auch darauf achten, dass alle anderen Menschen ebenfalls ein Recht darauf haben. Das geht nur, wenn wir ressourcenschonend leben. Insgesamt wünsche ich mir, dass wir uns alle an einer hohen Lebensqualität erfreuen dürfen, allerdings innerhalb der Leitplanken unseres ökologischen Systems.

Im Zusammenhang mit Ihrem sozialen Engagement arbeiten Sie viel mit Kindern zusammen. Wie kann man Ihrer Meinung nach bereits die Kleinen für eine nachhaltige Lebensweise sensibilisieren?

Kinder helfen immer gerne und sie möchten dabei alles richtig machen. Sie können unsere Gedanken für eine ökologische Zukunft und eine nachhaltige Lebensweise weitertragen und dieses Wissen in ihrer Generation verbreiten. Ich bin Tante einer Nichte und eines Neffen und sehe, wie gut das funktionieren kann.

Neben Ihrer sportlichen Karriere haben Sie Umweltingenieurswissenschaften studiert. Was würden Sie zukünftig gerne bewegen?   

Ich werde weiterhin Kinderschutzprojekte unterstützen und Vorträge in Unternehmen zum Thema nachhaltige Führung halten. Und ganz bestimmt werde ich eines Tages eine eigene Familie gründen.

Fotos: picture alliance/E54/Detlef Zmeck; picture alliance/dpa/Wolfgang Kumm; picture alliance/dpa/Hannibal Hanschke; picture alliance/dpa/Gero Breloer